Sitting, waiting, wishing

Jetzt sitz ich hier und warte. Und wünsche manchen Menschen gemeine Dinge. Denn das Warten musste ich in den letzten beiden Praktikumsmonaten bei Fazit lernen. Warten auf Rückrufe. Sie sagen immer, sie rufen zurück. Tun sie aber nicht. Tun sie nie. Bestätigt wird diese Regel durch wenige Ausnahmen, wo ich die Hände über dem Kopf zusammenschlage und rufe „Mei, das i des no daleben derf!“ Ja, ich muss mich in Geduld üben. Geduld ist was Schönes – wenn man sie hat. Wer mich kennt weiß, dass ich Geduld nicht unbedingt zur Haben-Seite meiner Charaktereigenschaften zählen darf.

Nun ja, jedenfalls warte ich gerade wieder auf den Rückruf eines Interviewpartners. Und sonst so? Super. Im Ernst. Ich darf wirklich einiges schreiben und hatte im letzten Monat gut zu tun. Ich arbeite ja bei einem Magazin für Politik und Wirtschaft, aber mein Highlight ist die Kulturseite: Im Oktober durfte ich für die „Wie man leben soll“ anschauen, am Sonntag gehts in die Oper zu „Pique Dame„.

Wenn man mich fragt, was mir an der FH am besten gefällt, kann ich wirklich sagen: Das Praktikum. Und was ich von meinen Kollegen so weiß, geht es denen sehr ähnlich. Ich hab in den gesamten zwei Jahren zuvor nicht so viel geschrieben und gelernt.

Aber ich wollte ja eigentlich erzählen, was ich noch so machen durfte bisher: Pressekonferenzen hab ich im Oktober kaum besucht, dafür bekam ich Aufgaben wie zum Beispiel eine Geschichte über das Grazer Heimatwerk zu machen, oder über Whirlpools (es gibt unfassbar viele Arten von Whirlpools^^). Langweilig wurde mir jedenfalls nicht.

Für die kommende Ausgabe ist noch nicht ganz so viel geplant für mich, aber das kann sich a) noch ändern und b) brauch ich Zeit, um mich auf die Titelgeschichte vorzubereiten. Ja ohne Flachs, ich darf in der übernächsten Ausgabe die Titelgeschichte machen. Natürlich hab ich Hilfe von meinen Kollegen, aber puh, ein bisserl hab ich schon Muffensausen. Aber jeder muss ja mal anfangen ;) Denn wir wissen ja, wie es heißt: No risk…

So und jetzt mach ich mal weiter. In der Zwischenzeit ist oben genanntes Wunder passiert: Ich wurde zurückgerufen! Hallejujah!

PS: Dieses verdammte Nippelboard von TV Total..kann…nicht…aufhören

Wir praktizieren

Da hört die FH auf und schwupp sind wieder ein paar Monate rum. Herrje. Aber die Ferien haben für mich auch gut begonnen. Die Bachelorarbeit fristgerecht eingereicht (Note noch ausständig), war nicht viel mit lenzen, sondern das Ferialpraktikum beim ORF Steiermark stand am Programm. Einen Monat lang – kaum dort angefangen, war es auch schon wieder rum. Ist wie Zug fahren.

Und seit einer Woche begrüßen wir an der FH einen neuen Jahrgang: Die „Elfer“. Mittlerweile ist es nach den Jahrgängen 08 und 09 ging die Umstellung auf die „10er“ schon etwas holprig über die Zunge. Aber wir gewöhnen uns ja doch an alles. Nun also die 11er. Grüß Gott und hallo. Wobei eigentlich nur unsere unmittelbaren Nachfolger des Jahrgangs 2010 die Neuankömmlige wirklich im FH-Alltag begleiten können – wir 09er sind dieses Semester ja in der echten Welt. Im  fünften Semester ist ein dreimonatiges Pflichtpraktikum vorgesehen, wo wir lernen, wie das ganze Journalismus- und PR-Geschäft eigentlich wirklich abläuft, zumindest in Ansätzen. Ich bin beim Magazin Fazit - steirische Wirtschaft und Politik. Der zweite Monat hat bereits begonnen und ich bin sehr zufrieden. Ich darf schreiben, kleinere Interviews führen und Pressekonferenzen besuchen. Und was ich besonders gut finde, auch wenn ich manchmal einiges einstecken muss: Es gibt Feedback zu meinen Texten. Das fällt mitunter sehr deutlich aus und dann darf ich nochmal umschreiben. Aber ich finde das gut. (Okay, ich kehre dann schon mal Zähne knirschend und kleine Flüche ausstoßend an den Schreibtisch zurück, aber was solls, sonst wird das ja nix) An der FH war Feedback nicht immer so deutlich und konstruktiv. Oder gar nicht da. Deshalb nehm ich die Schelte gern in Kauf, damit ich besser werde, darum gehts ja.

Mein Praktikum dauert noch bis Mitte Dezember. Im März geht dann das letzte Semester an der FH los. Also sind wir ja quasi schon fertig^^ Yay!

Stressige Zeiten

In meinem letzten Blogpost habe ich geschrieben, dass die Halbzeit unseres Studiums bald erreicht ist. Und jetzt? Jetzt ist das 4. Semester auch schon bald zu Ende und JPR09 befindet sich in einem letzten, stressigen Monat bevor es nach den Ferien ins Langpraktikum geht.

Während sich die ersten Badefreudigen im Schwimmbad vergnügen, haben wir unsere letzten Vorlesungen. Und die haben es zum Teil in sich. In Journalismus und politische Öffentlichkeit begann vor kurzem eine Vortragsreihe. Zu Gast war bereits der Pressesprecher von Kristina Edlinger-Ploder, der Fürstenfelder Johannes Hödl, zusammen mit dem Sprecher der Grünen, Bernd Pekari. Sie gaben uns einen guten Einblick in Arbeit und Alltag eines Pressesprechers.

Besonders gut fand ich den Vortrag von Kleine Zeitung Redakteur Ulrich Dunst. Er hat seine Diplomarbeit über die Politiker Performance verfasst. Die Inszenierung von Politikereignissen ist penibel geplant und gleicht manchmal einer Theateraufführung.

Weitere Vorträge folgen diese Woche, dann ist es auch bald soweit und die Klausur will geschrieben werden.

Dann warten da noch einige Referate, die wir in Medien und Gesellschaft halten: Über bekannte Soziologen und deren Theorien (nicht immer verständlich die Herren), über Medieninszenierung und das soziale Rollengefüge. In Strategische PR und Evaluierungen gilt es bestimmte Bereiche der PR zu präsentieren: Zusammen mit einer Kollegin werde ich „Creative PR in international companies“ erläutern. Es geht zum einen um den kreativen Ansatz für PR Maßnahmen, als auch die Schwierigkeiten, vor die man am internationalen Markt gestellt ist. „Falsche Freunde“  warten, um einen in die Irre und ins Fettnäpfchen zu führen.

Die Multimedialen Produktionen 2 richten ihr Augenmerk in diesem Semester auf Datenvisualisierungen. Wir sollen einen Text, für Journalismus oder PR, print- und webtauglich aufbereiten und ihn mit Grafiken versehen, um die Daten zu veranschaulichen.

Eine Seminarabeit im Fach Methoden empirischer Sozialforschung zum Thema Kulturberichterstattung in der Kleinen Zeitung wartet dann auch noch.

Und zum Drüberstreuen unsere Bachelorarbeit. Diese soll bis 30.Juni fertig sein. Ich werde zusammen mit einem Studienkollegen aus JPR08 und in Kooperation mit Eck Kommunikation die Social Media Aktivität von Versicherungen in Deutschland beleuchten.

Wenn das alles erledigt ist, warten aber nicht zwei schnöde Monate Sommerferien – zumindest nicht für mich. Ich darf beim ORF Steiermark ein einmonatiges Praktikum absolvieren. Und ab September starte ich mein Langpraktikum beim Politik- und Wirtschaftsmagazin Fazit.

So, wer das alles jetzt gelesen hat, ist entweder am Journalismus und PR Studium sehr interessiert, oder hat einfach nichts zu tun ;)

Halbzeit naht

Die Zeit vergeht schnell und bald haben wir die Halbzeit unseres Studiums erreicht. In den letzten zwei Monaten ging es bei JPR ständig so dahin, mal war mehr, mal weniger zu tun. .

Die Präsentationen unserer PR-Konzepte waren durch die Bank erfrischend und kreativ, so wie die Konzepte selbst.Kaum waren sie präsentiert, wurden auch schon die Weihnachtsferien eingeläutet und damit die „vorlesungsfreie Zeit“. Nach erholsamen Tagen und nur wenigen Gedanken an die FH war es bald soweit, sich für die Klausur Medienwirtschaft vorzubereiten. Um den zu lernenden Stoff jeweils ein wenig zu begrenzen, bot uns Mag. Tanja Schönbacher an, die Prüfung in zwei Teilklausuren zu splitten, was wir gerne annahmen.

Nach der ersten Klausur waren wir alle sichtlich erledigt, denn die trotzdem nicht unerhebliche Stoffmenge in 45 min zu quetschen, forderte Hirne und Handgelenke, da wir diesmal nicht bequem am Laptop tippen durften.

Zwei Wochen später folgte die zweite Teilklausur, mit dem Schwerpunkt auf Rechnungswesen. Die Noten haben wir bis jetzt noch nicht erfahren, was einige von uns doch ein wenig zittern lässt.

Die Vorlesung mit Michael Tschida, Redaktionelle Prozesse, ist leider bereits vorbei. Diese LV werde ich wirklich vermissen, denn Tschida zeigte wirklich besonderes Engagement, nahm uns in Redaktionen und eine Galerie mit, ließ uns viel Raum für Diskussionen und wir merkten immer wieder, dass ihm die Ausbildung seiner „Küken“ sehr am (Journalisten)Herzen liegt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer auf Multimedia Produktionen (MMP), eine LV, die abwechselnd von Heinz Wittenbrink und Boris Böttger gestaltet wird. Am besten gefiel mir bis jetzt, dass wir uns mit Photoshop beschäftigten und einiges zur Bildbearbeitung lernten. Das Installieren des Content Management Systems Drupal nahm beinahe das ganze Semester in Anspruch und ist immer noch Thema einiger Diskussionen, da es sich bei einigen von uns aufgrund des langwierigen Installationsprozesses nicht gerade größter Beliebtheit erfreut.

Im Rahmen von MMP müssen wir auch ein eigenes multimediales Projekt auf die Beine stellen. Das kann eine Audioslideshow, ein Podcast oder ein übers Handy aufgenommenes Video mit journalistisch interessantem Inhalt sein. Für dieses Projekt werde ich zwei Wochen vegan essen, angeregt unter anderem durch Karin Duve, die in einem Selbstversuch je zwei Monate vegetarisch, vegan und als Frutarierin lebte. Wie es mir dabei geht möchte ich in einem Podcast festhalten, den ich auch auf meinen Blog stellen werde.

Na dann, Mahlzeit.

Was aber noch viel wichtiger ist, sind die Bewerbungen für das anstehende Pflichtpraktikum im fünften Semester. Ein paar von uns haben bereits einen Platz, die meisten (darunter auch ich) schicken noch fleißig Bewerbungen aus bzw. warten auf Antworten. Bis diese eintrudeln, haben wir aber noch genug zu tun: Die Klausur in Medientheorien und Medienanalyse ist für kommenden Mittwoch angesetzt, wo einige von uns schon ihr Glück versuchen werden. Vorher steht noch die Prüfungen in Englisch, Kroatisch bzw Russisch an.

Nebenbei arbeiten wir an einem Filmprojekt über Incomings an der FH, wie es ihnen in Graz und an der FH ergeht.

Nicht mehr lange und wir haben also die Halbzeit erreicht. Bis dahin gibt es aber noch genug zu tun.

Lebensläufe, Wirtschaft und PR-Praxis

In diesem Semester haben wir einige Lehrveranstaltungen, aus denen ich persönlich besonderen Nutzen ziehe. Ganz am Anfang steht da Englisch, da wir heuer mit unserer Lehrenden Christina Achatz Lebensläufe und Bewerbungsschreiben üben. Mir gefällt das sehr gut, denn zwischen einem Curriculum Vitae in Deutsch und einem für den englischsprachigen Raum liegen deutliche Unterschiede. Man sendet zum Beispiel weder ein Foto noch schreibt man sein Geburtsdatum in das Dokument, denn in GB und den USA wird Wert darauf gelegt, WAS in der Bewerbung steht, nicht WIE derjenige aussieht. Meiner Meinung nach ein gutes Konzept, womit Oberflächlichkeiten vermieden werden können.

Die andere LV, die ich für äußerst nützlich halte, ist Medienwirtschaft mit Tanja Schönbacher. Wir lernen die Grundbegriffe der Volks- und Betriebswirtschaftslehre, wie Märkte funktionieren, was es mit Angebot und Nachfrage auf sich hat und wie uns das als angehende Journalisten und PR-Agenten betrifft. Einige haben über diese Inhalten bereits einiges in der Schule gelernt, ich gehöre allerdings zu jenen, die noch relativ wenig Ahnung davon haben und deshalb bin ich froh, genau das jetzt zu lernen.

Praxiserfahrung sammeln wir heuer bei der LV PR-Konzeptionen, die von Gudrun Reimerth geleitet wird. Wir entwerfen ein Konzept für ein/e  Geschäft/Künstler/Organisation unserer Wahl. Zuerst analysieren wir den IST-Zustand, wo die Stärken und Schwächen liegen und was das Ziel des Konzeptes ist. Dies erfordert einiges an Aufwand, der allerdings (zumindest im Fall von mir und meiner Kollegin) wirklich Spaß macht, da wir die Aufgabe haben, etwas Bestehendes zu optimieren. Am 15. Dezember präsentieren wir unsere Arbeit, die momentan langsam, aber stetig, vor sich hin gedeiht.

Was mir heuer noch sehr gut gefällt, ist die Fortsetzung des Unterrichts mit Michael Tschida von der Kleinen Zeitung. Mit ihm besprechen wir Redaktionelle Prozesse: Wenn du morgen die Seiten 2 und 3 füllen müsstest, was würdest du nehmen und wie ziehst du es auf? Interviews? Grafiken? Infoboxen? Eine äußerst kreative Aufgabe – die Ideen müssen aber auch begründet werden. Bei diesem Brainstorming lernen wir irrsinnig viel und können die Art der Themenfindung sicher auch später noch gut gebrauchen.

 

Gute Neuigkeiten

huch, glatt hätte ich vergessen, dass es da noch was gibt, nämlich meinen blog. vor lauter elevate hab ich es dann doch verschwitzt, noch einen eintrag zu machen. unsere leute haben wirklich tolle arbeit geleistet, die kann (soll! muss!) man hier anschauen.

aber jetzt geht der normale fh-alltag weiter. letzte woche hatten wir zum ersten mal medientheorie und -analyse. viel kann ich noch nicht drüber sagen, wir haben es erst heute wieder.

in pr-konzeptionen arbeiten wir an – überraschung – pr-konzepten für geschäfte/personen/etc unserer wahl. ich habe gemeinsam mit einer kollegin mayr´s tee und design in gleisdorf gewählt.

ansonsten kann ich momentan nicht viel neues berichten. nur, dass wir langsam anfangen (sollten), uns um die pflichtpraktika im fünften semester zu kümmern. also heißt es jetzt bewerbungen schreiben.

gute neuigkeiten gibt es aber auch noch: die ermittlungen gegen unseren studiengangsleiter heinz m. fischer wurden endlich eingestellt.

und dieser artikel weist auf noch eine positive neuigkeit hin: 20 der 27 absolventen unseres studiengangs, die kürzlich graduierten, haben bereits einen fixen job. wenn das mal nicht hoffnung macht :)

Elevate

Unser Studiengang hat heuer wieder die Chance, beim Elevatefestival dabei zu sein. 15 Studierende sind seit Montag im Einsatz, wir filmen, schneiden und organisieren. Die ersten Tage bis zum Start nutzten wir, um uns mit dem Schnittprogramm vertraut zu machen und einige Eindrücke von Graz zu filmen.

Außerdem musste ein Dienstplan erstellt werden, damit jeder weiß, wann er wo gebraucht wird und Arbeit hat. Und davon gibt es genug. Selten habe ich eine so angenehme Arbeitsatmosphäre erlebt, es macht wirklich sehr viel Spaß.

Ich habe den Job meiner Wahl ergattert und bin Organisationsassistentin von Dean Puckett, einem Filmemacher aus Gr0ßbritannien.

Gestern war die Eröffnungspräsentation und somit die Feuerprobe für unsere drei Filmcrews. Nach der Eröffnung war aber noch lange nicht Schluss, denn dann startete das Musikprogramm, zeitgleich fand noch eine Literature and Audio Performance statt.

Unsere Editors haben mehr als genug Filmmaterial um daraus richtig gute Round-up-Videos zu zimmern. Heute ist bereits ein Fimteam im Forum Stadtpark im Einsatz, wo auch unser Hauptquartier ist, das nächste startet in Kürze Richtung Dom im Berg.

Es ist viel los und wir alle genießen die Zeit hier wirklich sehr, das kann ich ohne Übertreibung von allen sagen. In dieser Woche werden wir viel lernen und haben jetzt schon richtig Spaß an der Sache.

Elevate:Tag2 – wir kommen!

Ich und die Meute

Heute war es soweit. Ich hab ja vorher schon ein paar Sachen für Radio Gleisdorf und die Woche machen dürfen, heute war es aber ein Highlight in meiner bisherigen Laufbahn als angehende Journalistin: Ich habe die Chance bekommen, Österreichs Außenminister Spindelegger zu interviewen. Dieser hat heute den Betrieb Binder+Co besucht. Da mein Vater auch zu diesem Treffen eingeladen war, fragte er mich, ob ich nicht mitkommen wolle undvielleicht einen Bericht für die Woche bzw für Radio Gleisdorf zu machen. Natürlich konnte ich da nicht Nein sagen – kurze Zeit später war ich auch schon mit lauter Journalisten, dem Vorstand von Binder+Co, Jörg Rosegger und Karl Grabner, sowie Christopher Drexler und einer Menge anderer Leute in einer Halle des Betriebs. Meine Fresse, war ich nervös. Zum ersten Mal hab ich mich wie ein Teil der „Meute“ gefühlt – meine KollegInnen von JPR wissen, was ich meine. Ich war auf Seite jener, die mit Kameras in der Hand „Hierher schauen!“ rufen, die um die Personen herumlaufen, um immer das beste Bild zu bekommen.

Nach der Führung setzten wir uns alle zusammen. Als erstes besprachen Rosegger und Grabner mit Spindelegger die wirtschaftliche Lage von Binder+Co, wie man die Krise erlebt hat und welche Pläne es für die Zukunft gibt. Dann waren wir dran, die Meute.

Zuerst stellten Leute von Printmedien Fragen, dann hab ich mich vorgewagt (mein Aufnahmegerät war nicht so gut, das hätte nicht über den Tisch gereicht^^). Ich habe Spindelegger gefragt, welche Parallelen es zwischen der Arbeit als Außenminister und als Vorstand des ÖAAB gibt. Dann wollte ich noch wissen, warum er genau zu Binder+Co gekommen war. Für mehr Fragen war dann leider keine Zeit mehr, der Minister musste schon wieder los nach Wien.

Ein paar von euch werden sic h jetzt vielleicht denken, „Ma, Mädel, scheiß di net an, so arg war des ja a net!“, aber für mich war das ein wirklich tolles Erlebnis. Jemanden zu treffen, den man sonst nur im Fernsehen sieht, Fragen stellen zu dürfen, obwohl man „nur“ eine Studentin ist – das alles hat mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Und wieder einmal ist es ein Zeichen, dass das Studium doch eine sehr gute Entscheidung war. Ich hoffe, dass ich noch viele solche Erlebnisse haben werde. Aber jetzt bin ich mal froh, wenn sich mein Puls wieder normalisiert^^

To be continued :)

Daheim ists doch am schönsten

bin seit gestern bzw heute um 1h nachts wieder in gleisdorf. ich bin wirklich sehr erleichtert. die ausreise war gar nicht so einfach, unser flug hatte immer wieder verspätung, statt um 18.40 sind wir erst um 21.40 abgehoben. mein weiterflug nach graz wurde leider auch gecancelled und der koffer kam auch nicht an. aber hautptsache ist, dass ich letztendlich gut in gleisdorf angekommen bin.

heute nacht konnte ich mich seit 4 wochen zum ersten mal wieder zudecken – es war nicht heiß. unfassbar, wie herrlich das sein kann. jetzt versuche ich langsam zu realisieren, dass ich wieder da bin und der ganze sommer vor mir liegt und ich überhaupt keine pläne habe (aber nicht mehr lange, plane schon eine reise in den norden).

ich denke viel an meine kollegen in russland. wie muss sich das für sie anfühlen,ich verschwinde, weil der smog eine bedrohung darstellt und die botschaft rät, abzureisen. ich habe angst um meine gesundheit. und was machen die leute in serpukhov bzw generell in russland? die können nicht einfach weg. dort ist ihr zuhause.

durch diese reise ist mir wieder bewusst geworden, wie gut es uns geht. ein kollege von mir meinte: wir jammern in österreich auf sehr hohem niveau. dem kann ich absolut zustimmen. was will ich mit dem ganzen sagen? ich bin froh, hier leben zu dürfen und soviele möglichkeiten zu haben. manchmal schätzt man das, was man hat, erst, wenn man sieht, dass es auch hätte anders sein können.

so, das wars jetzt mit meinem „blogexkurs“ nach russland. ab jetzt kommt vermutlich wieder schnödes fh-gelaber. oder was ganz was andres. schau ma mal, dann wer ma scho sehn.

Abbruch

So schnell kanns gehn. haben eine warnung von der oesterreichischen botschaft bekommen, dass wir, sofern es moeglich ist, aus russland abreisen sollen. ich hab dann gleich mal meinen vater angerufen, zwecks meinung einholen (bin ich ein hasenfuss, uebertreiben die?) und die reaktion war unmissverstaendlich: heimkommen!

die firma ist da wirklich super, innerhalb einer halbe stunde hatte ich ein flugticket nach hause, morgen abend werd ich wieder in smogfreien gefilden ankommen. das freut mich sehr (und meine lunge).

trotzdem bin ich auch traurig, immerhin bietet sich einem ein praktikum in russland nicht alle tage. mein russisch konnte ich leider auch nicht so auf vordermann bringen, wie ich es vor hatte, aber unter diesen umstaenden nehm ich das in kauf. und ausserdem rennt russland ja nicht weg (und brennt hoffentlich auch nicht ab), ich kann hoffentlich wieder kommen. aber ich haette nicht gedacht, dass mir der abschied von den kolleginnen so schwer fallen wuerde – selbst in dieser kurzen zeit sind sie mir irgendwie „ans herz gewachsen“ (hurra, phrasendreschen!). nein, im ernst. die leute hier sind so nett und haben mich so herzlich aufgenommen, es ist wirklich schade, dass ich sie vermutlich nicht so bald wieder sehe. aber gott sei dank gibts ja facebook :)

leider habe ich auch moskau und st petersburg nicht gesehen, weil es eben aufgrund des wetters bzw des smogs nicht moeglich war. aber auch das wird sich hoffentlich nachholen lassen.

jetzt freu ich mich auf meine familie und meine freunde, die in den letzten tagen unter nicht unerheblicher anspannung standen und jede noch so kleine nachricht aus russland verfolgten.

tja, das wars dann mit russland. morgen gehts wieder heim.

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